Kristina Nadjarian, Marketing & Content Manager sowie Interim Head of Event Empack bei Easyfairs Switzerland GmbH © Sara Barth, Inkcups

Jessica Makrinos, Marketing Manager Inkcups © Sara Barth, Inkcups

Marc Wegmüller, Inhaber Wegmüller AG © Wegmüller AG

Marco Deplazes, Geschäftsführer Egolf Verpackungs AG © Booster GmbH

Andreas Engeler, CEO & Co-Owner Relianz AG © Markus Mallaun, Relianz

Patrick Semadeni, Vizepräsident Kunststoff.swiss © Kunststoff.Swiss

Alex Fierz, Verkaufsleitung Biplast © Biplast

Rolf Gräser, Industriemanager Verpackung Robatech © Robatech

Stefano Di Maiolo, VP Sales & Business Development, Teil der Geschäftsleitung der Wipf AG © Easypictures.ch/Mirco Rederlechner

Dr. Thomas Gude, Thomas Gude GmbH, Beratung für Lebensmittelkontaktmaterialien © Thomas Gude

Slava Drigloff, CEO Peelpack © Peelpack

Urban Ettlin, Co-CEO Verkauf & Marketing Pawi Packaging Schweiz AG © Pawi

Edoardo Finotti, Co-CEO Operations Pawi Packaging Schweiz AG © Pawi

Silvan Flury, Co-CEO Management Services Pawi Packaging Schweiz AG © Pawi

Winfried Mühling, Director Marketing and Communication Pro Carton: © Pro Carton

Volker Kopf, Leiter Sortimentsmanagement Heinrich Kipp Werk GmbH & Co. KG: © Heinrich Kipp Werk GmbH & Co. KG

Erik Streller-Shen, Gründer und Geschäftsführer Leihbox © Leihbox

Lisa Kurth und Rolf Eicher, Geschäftsführung Job Talente GmbH © Talente GmbH

Maximilian Haschke, Berater für PPWR-konforme Verpackungssysteme © Max Haschke

André Gierke, Geschäftsführender Gesellschafter der Beratungsfirma EPR Compact © EPR Compact

Dr. Claudius Dietzsch, Innovationsberatung & Schulung, Dozent SVI Packaging Manager © Claudius Dietzsch

Hans Peter Helminger, Geschäftsführer Kaiserkraft Deutschland © Kaiserkraft

Stimmen zum Jahreswechsel aus der Verpackungsbranche

Publiziert

Wir wollten es wissen und haben die Branche gefragt: Was sind die grössten Chancen und Herausforderungen im Verpackungsjahr 2026 und wie kann man sich für die Zukunft aufstellen?

Das Verpackungsjahr 2026 bringt tiefgreifende regulatorische Veränderungen mit sich. Mit Blick auf EU-Verpackungsverordnung (PPWR),  EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) und weitere europäische sowie nationale Vorgaben stehen Unternehmen vor strategischen Entscheidungen, die Branche vor einem strukturellen Wandel. Vor diesem Hintergrund wollten wir wissen, wie sich zentrale Akteure im DACHRaum und im Europäischen Wirtschaftsraum positionieren.

Zum Jahresauftakt haben wir Berater, Verbände und Unternehmen gefragt:
❱ Welche regulatorischen oder politischen Weichenstellungen prägen 2026 am stärksten?
❱ Wo liegen die wichtigsten Handlungs- und Investitionsfelder?
❱ Welche Bedeutung haben Weiterbildung, Netzwerke und Brancheninitiativen für die Zukunft?
Im Folgenden präsentieren wir ihre Einschätzungen – kompakt und pointiert.

Kristina Nadjarian, Marketing & Content Manager sowie Interim Head of Event Empack bei Easyfairs Switzerland GmbH:

2026 wird für die Verpackungsbranche ein Jahr der Umsetzung. Nach intensiven Diskussionen rund um PPWR, Dekarbonisierung und Kreislaufstrategien beginnt nun die Phase, in der Pilotprojekte umgesetzt werden und gute Absichten messbar werden müssen. Viele Unternehmen stehen vor der gleichen Aufgabe: Transparenz schaffen, Entscheidungen datenbasiert treffen und ihre Lieferketten resilienter gestalten. Im Austausch mit Ausstellern und Besuchern der Empack zeigt sich sehr deutlich, dass drei Themen dominieren. Erstens besteht ein hoher Bedarf an wirklich kreislauffähigen Materialien sowie an Recyclingstrukturen, die langfristig funktionieren. Zweitens wächst der Wunsch nach pragmatischer Digitalisierung – nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel, um Nachhaltigkeit, Effizienz und Compliance miteinander zu verbinden. Drittens gewinnen neue Partnerschaften an Bedeutung, denn kein Unternehmen kann die Herausforderungen allein lösen. Genau hier liegt für  mich der entscheidende Hebel für 2026. Weiterbildung, Netzwerke und Branchenplattformen wie die Empack gewinnen an Bedeutung, weil sie Wissen bündeln, Entwicklungen früh sichtbar machen und Kooperation ermöglichen. Der Dialog zwischen Herstellern, Technologieanbietern und Konsumenten bleibt der Motor für Innovation. Wer 2026 offen bleibt, sich vernetzt und den Wandel aktiv gestaltet, wird aus unserer Sicht gestärkt aus diesem Transformationsjahr hervorgehen.
Empack Bern, Halle 3, Stand EF01

Jessica Makrinos, Marketing Manager Inkcups:

Die PPWR der EU wird den Sektor in vielerlei Hinsicht neu gestalten – einschliesslich der Technologie, die für die Verpackungsdekoration verwendet wird. Die Attraktivität der digitalen Drucktechnologie wächst in der Verpackungswelt schon seit einiger Zeit, doch bis vor Kurzem lag der Schwerpunkt vor allem im Etikettierbereich. Mit dem steigenden Bedarf, Designs und Etiketten schnell anzupassen, wird ihre Bedeutung insgesamt weiter zunehmen. Noch wichtiger wird jedoch der Einfluss  von Herstellern sein, die Wege suchen, ihren Verpackungsabfall zu reduzieren und Recycling sowie Entsorgung für Verbraucher zu vereinfachen. Aufgrund ihrer Eignung für On-Demand-Produktion und variable Auflagen und weil sie viele Haftetiketten und Schrumpfschläuche überflüssig macht, erwarten wir eine starke Beschleunigung bei der Einführung von Direct-to-Shape-Drucktechnologien. Direct-to-Shape hat bereits an Popularität gewonnen, insbesondere bei Kleinserien für Produkte wie Craft-Bier, Spirituosen und sogar Kosmetik. Wir erwarten, dass sich dieser Trend 2026 deutlich verstärken wird. 

Marc Wegmüller, Inhaber Wegmüller AG Attikon, Holz- und Kartonverpackungen:

Nach einem unterhaltsamen Jahr schauen wir gespannt aufs nächste. Wir verpacken Investitionsgüter. Investiert wird gerne in einem politisch stabilen Umfeld. Da dürfte sich die Welt durchaus noch etwas mehr Mühe geben. Unsere Kunden, die Schweizer Maschinenbauer, erfinden sich laufend neu. Das ist faszinierend. Drum schauen wir positiv nach vorne. Obwohl sich die EUDR verspätet, wir wären bereit. Das ist nicht so ein Hexending für uns «Hölzige». Der Grossteil des von uns eingesetzten Rohmaterials wie Tannenholz oder OSB stammt aus Mitteleuropa. Mit etwas IT-Anpassung nehmen wir die Hürde. Genauso wie die CO2-Geschichte: Seit Jahren schrauben wir an unserem Fussabdruck, die CO2-Bilanz ist schon fast neutral. Bei jedem Produkt geben wir den Ausstoss in Kilogramm an. Nur: Das interessiert gerade keinen mehr. Andere Probleme drängen vor, wie zum Beispiel magere Auftragsbücher. Leider! Stetig aufwärts – oder hin und her? – geht es bei den  wiederverwendbaren Verpackungen. Alle wollen Pendelgebinde aus Holz. Das bauen wir weiter aus. Das Thema Kreislauf ist auch dick mit Wellkarton befreundet. Das Opfer: Schaumstoff. Davon wollen unsere Kundinnen und Kunden immer weniger. Viel Geld fliesst bei uns in den Fluss. Also in den Produktionsfluss. Schnellere Durchlaufzeiten, das schätzen unsere Partner. Ab nächstem Jahr sägt eine Roboteranlage Holz von selbst zu. Das spart Minuten und – mindestens so wichtig – schont die  Knochen unserer Mitarbeitenden. Auf Input zu neuen Materialien, Nachhaltigkeit und digitalen Themen freuen wir uns schon jetzt. 
Empack Bern, Halle 3, Stand K08

Marco Deplazes, Geschäftsführer Egolf Verpackungs AG:

Die Exportverpackungsbranche steht 2026 vor grossen Herausforderungen. Das Jahr wird geprägt sein von instabilen Exporten der Maschinenindustrie, wodurch unsere Planung erschwert werden wird. Gleichzeitig steigen die Erwartungen in Bezug auf Qualität und die Einhaltung von Terminen. Hinzu kommen neue regulatorische Anforderungen wie die EUDR und die PPWR, die für Unternehmen in der Schweiz zusätzlichen Aufwand und komplexere Prozesse bedeuten. Die wichtigsten Handlungsfelder sind klar: Materialinnovationen und Recyclingfähigkeit sind unverzichtbar, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Ebenso entscheidend ist die Digitalisierung, nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel für Transparenz und Effizienz. Wer seine Datenbasis im Griff hat, kann schneller reagieren und regulatorische Vorgaben erfüllen. Darüber hinaus spielt die Weiterbildung eine zentrale Rolle. Gut geschulte Mitarbeitende sind der Schlüssel, um neue Anforderungen umzusetzen. Netzwerke und Brancheninitiativen helfen, Wissen zu teilen und Standards zu etablieren. Mein Fazit: Wer jetzt Strukturen schafft und Prozesse klar definiert, für den wird die Verpackung vom Kostenfaktor zum strategischen Vorteil.
Empack Bern, Halle 3, Stand H10

Andreas Engeler, CEO & Co-Owner Relianz AG:

2026 wird die EU-PPWR den stärksten Einfluss auf die Verpackungsbranche haben: Sie definiert klare Ziele in Richtung Kreislaufwirtschaft, doch viele Vorgaben zur praktischen Umsetzung fehlen noch. Besonders bei FIBCs bleiben Sammelsysteme, Recyclingkapazitäten und globale Lieferketten eine Herausforderung – ein echtes Cradle-to-Cradle-Modell ist derzeit kaum realistisch. Rezyklate über lange Distanzen zu transportieren, wäre ökologisch wie wirtschaftlich fragwürdig. Wir bei Relianz setzen daher auf Lösungen, die heute funktionieren. Der Einsatz von bis zu 50 Prozent Rezyklat aus lokal asiatischen Recyclingströmen – insbesondere aus gesammeltem und sortiertem Meeresplastik – reduziert Umweltbelastung unmittelbar und  stärkt regionale Kreisläufe. Die Qualitätsresultate sind sehr überzeugend. Die wichtigsten Investitionsfelder sehen wir in sortenreinen, recyclingfähigen Materialkonzepten, in digitaler Produkttransparenz und in verlässlichen CO₂-Daten über den gesamten Lebenszyklus. Ebenso essenziell sind Zertifikatsstandards für Umwelt und Nachhaltigkeit: Statt zahlreicher Zertifikate und kundenspezifischer Vorgaben braucht es europaweit gültige Nachweise, die gleiche Inhalte effizient bündeln. Nur so vermeiden wir unnötige Mehrarbeit und schaffen Klarheit für alle Beteiligten. Weiterbildung, Kooperation und engagierte Brancheninitiativen sind entscheidend, damit ökologische Ziele, technische Machbarkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit im Gleichgewicht bleiben. Denn Nachhaltigkeit darf die Wirtschaft nicht schwächen – sie muss sie stärken.

Patrick Semadeni, Vizepräsident Kunststoff.swiss:

Die zentrale Herausforderung der Schweizer Verpackungsindustrie im Kunststoff ist die Erhöhung der Zirkularität. Diese ist – mit Ausnahme der PET-Getränkeflaschen – zu tief. Die im Juni in die Vernehmlassung geschickte Verpackungsverordnung  wird eine Recyclingquote von 55 Prozent verlangen, genauso wie es bei der europäischen Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung PPWR der Fall ist. Um die Zirkularität zu erhöhen, wurde die Organisation Recypac gegründet, welche  schweizweit eine Sammlung und Verwertung von Kunststoffverpackungen und Getränkekartons aufbaut. Für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft müssen die End-of-life-Optionen bereits bei der Entwicklung mitgedacht werden. Dazu dienen die Design-for-Recycling-Richtlinien, welche bei Recyclass bereits vorhanden sind. Im Rahmen der PPWR werden dann auch von der EU-Kommission bis zum 1. Januar 2028 solche Guidelines verfügt werden. Bei kontaktsensitiven Artikeln – also  ebensmittel- oder Kosmetikverpackungen – ist der Sicherheit der Anwender besondere Beachtung zu schenken. Besonders beim Einsatz von Rezyklaten. Analytische Verfahren und Standards sollen hier für die nötige Sicherheit sorgen. Was es vor allem braucht: Investitionen in Sammelund Recyclinginfrastruktur. Die neue Verpackungsverordnung schafft hier mehr Rechtssicherheit, die sich hoffentlich in solchen Vorhaben niederschlägt.

Alex Fierz, Verkaufsleitung Biplast:

Die PPWR wird uns auch 2026 weiter beschäftigen, da wir vom EU-Markt abhängig sind. Obwohl die Verordnung in der Schweiz noch nicht direkt gilt, müssen exportierende Unternehmen die Anforderungen erfüllen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig ist klar: Bei vielen Produkten ist es heute kaum möglich, Materialkreisläufe vollständig zu schliessen oder hohe Rezyklatanteile sinnvoll einzusetzen. Die technische Realität hinkt den politischen Zielsetzungen deutlich hinterher und bindet grosse Ressourcen. Wesentliche Handlungsfelder liegen in Materialinnovationen, verbessertem Verpackungsdesign, Digitalisierung zur Rückverfolgbarkeit und einer engeren Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette. Eine grosse Herausforderung bleibt der Mangel an qualifiziertem Fachpersonal. Nachwuchs ist schwer zu finden, und spezialisierte Fachkräfte sind rar. Wir setzen deshalb auf interne Schulungen und Förderprogramme, um Wissen aufzubauen und Talente zu entwickeln. Branchentreffs wie Verpackungsmessen sind aus meiner Sicht wichtiger denn je: Dort entstehen echter Austausch, starke Netzwerke und gemeinsamer Fortschritt.
Empack Bern, Halle 3, Stand H21

Rolf Gräser, Industriemanager Verpackung Robatech:

Die Verpackungsindustrie steht 2026 an einem Wendepunkt. Die Diskussion rund um die PPWR hat den Trend zu mehr Nachhaltigkeit massiv beschleunigt – eine Entwicklung, die sich 2026 fortsetzen wird. Für Hersteller bedeutet das: Verpackungen müssen nicht nur funktional, sondern auch kreislauffähig, ressourceneffizient und CO₂-reduziert gestaltet sein. Ein zentraler Hebel bleibt die Senkung der Produktionskosten. Wer weniger Verbrauchsmaterialien einsetzt – sei es  Verpackungsmaterial, Energie oder z. B. auch Klebstoff – handelt wirtschaftlicher und gleichzeitig nachhaltiger. Moderne Verpackungslösungen zeigen bereits heute, dass das geht. Wir erleben aktuell zwei  starke Bewegungen: Erstens kommen biologisch abbaubare Klebstoffe und Materialien vermehrt auf den Markt. Was heute noch eine Nische ist, wird sich rasch weiterverbreiten. Zweitens verstärkt sich der Übergang von Kunststoffen zu recyclingfähigen Papierverpackungen. Papier gewinnt als nachhaltige Alternative weiter an Relevanz. Im E-Commerce setzt sich zudem «Right-Sized Packaging» durch – passgenaue Verpackungen reduzieren Abfall, senken Transportkosten und verbessern die CO₂-Bilanz. Diese Entwicklungen zeigen klar: Wer jetzt in neue Technologien investiert, schafft sich einen Wettbewerbsvorteil. Die Zukunft der Verpackung ist effizient und kreislauffähig – und sie hat bereits begonnen.
Empack Bern, Halle 3, Stand K21

Stefano Di Maiolo, VP Sales & Business Development, Teil der Geschäftsleitung der Wipf AG:

Auch das kommende Jahr wird geprägt sein von diversen Herausforderungen für die Verpackungsbranche. Änderungen gesetzlicher oder regulatorischer Art wie z. B. die ab August 2026 gültige PFAS-Regelung als Teil der PPWR erfordern technische Umstellungen in Rekordgeschwindigkeiten, massiv erhöhten dokumentarischen Aufwand, und zeitintensive Erklärungsbereitschaft über die gesamte Lieferkette hinweg zur Sicherstellung notwendiger Massnahmen. Auch die politische Weltbühne hat direkten Einfluss auf unsere Industrie. Die US-Zölle seien hier als Beispiel genannt, oder aber Wechselkursbewegungen in höherem Ausmass als in der Vergangenheit üblich. Was also ist zu tun für ein klassisches Schweizer KMU in  der  flexiblen Verpackung mit > 100-jähriger Geschichte? Weitblick ist gefragt, Resilienz, Transparenz; und auch ein bisschen Mut. Frühzeitige Investitionen in Schlüsseltechnologien, (Aus-)Bildung und Know-how zur Erreichung der geforderten Ziele sowie der Wille, den Entwicklungen nicht nur hinterherzulaufen, sondern diese mitzugestalten. Die deutliche Reduktion von CO₂-Emissionen sowie die schrittweise Umstellung auf die Herstellung recyclingfähiger Monomaterialien ohne dabei die originäre Bestimmung von Verpackung – sprich: Produktschutz – zu gefährden, werden daher auch 2026 entscheidend sein. Weil es der Markt, der Konsument, das Gesetz und nicht zuletzt auch die eigene Verantwortung fordert. 
Interpack Düsseldorf, Halle 9, Stand E03

Dr. Thomas Gude, Thomas Gude GmbH, Beratung für Lebensmittelkontaktmaterialien:

Für Lebensmittelkontaktmaterialien ergeben sich 2026 verschiedene Herausforderungen durch Ende 2024 resp. Anfang 2025 publizierte EU-Verordnungen, die wohl weitgehend in die CH-Gesetzgebung übernommen werden. Zuerst steht das BPA-«Verbot» an, hinterlegt in der Verordnung (EU) 2024/3190. Bisphenol A (BPA) wird in verschiedenen Materialien verwendet, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, zum Beispiel in Beschichtungen von Konservendosen, Verpackungen oder Druckfarben. Analog zur EU-Regelung verbietet die Schweiz Bisphenol A und einige andere Bisphenole künftig in Kunststoff, Beschichtungen und Druckfarben. Da hier ein extrem niedriges Limit im Material gilt, ist das für alle Packmittelhersteller eine Herausforderung. Als Nächstes steht das quasi-Verbot von PFAS ab 12.8.2026 an. Hier geht es im Gegensatz zu BPA nicht um absichtlich eingesetzte Substanzen, sondern um den Gesamtgehalt. Offener Punkt ist weiterhin, wie man das hemischanalytisch umsetzen will, zumal dies mit beträchtlichen Kosten verbunden sein kann. Zuletzt stellt sich die Frage, wie die Verordnung (EU) 2025/351 sowohl in der EU als auch in der Schweiz umgesetzt wird. Der neue Artikel 3a «High Degree of Purity» stellt grosse Anforderungen an das Prüfen und insbesondere an das Bewerten. Damit wären wir beim Trend für 2026: Die Welt wird «chemischer», Wissen und Erfahrung sind entscheidend. Es lohnt sich, in Weiterbildung im Bereich  Lebensmittelkontaktmaterialien zu investieren, und der Austausch unter Fachleuten gewinnt an Bedeutung. Zu hoffen ist, dass die SVI-JIG 2026 wiederbelebt wird. 

Slava Drigloff, CEO Peelpack:

2026 wird ein entscheidendes Jahr – für Europa, für unsere Branche und für mich als Unternehmer, der echte Kreisläufe in der Lebensmittelverpackung ermöglichen will. Mit der PPWR und der neuen EU-Bioökonomie-Strategie erleben wir erstmals eine Politik, die die Ursachen adressiert: fossile Abhängigkeit, Mikroplastik- Belastung und ein Recyclingsystem, das bei lebensmittelkontaminierter Verpackung  strukturell an Grenzen stösst. Für mich ist klar: Wir stehen am Ende des Denkens in «Materiallagern» – Plastik, Papier, Karton – und am Anfang einer Ära, in der zählt, welches Material Probleme tatsächlich löst: funktional statt ideologisch, systemisch statt kosmetisch. Die EU schlägt diesen Kurs 2026 klar ein. PPWR verschärft  Schadstoffgrenzen, fordert echte Kreislauffähigkeit und lenkt die Branche weg von fossilen Kunststoffen hin zu biozirkulären Lösungen, die zur wachsenden Bioabfall-Infrastruktur Europas passen. Zugleich zeigt die Bioökonomie- Agenda, dass biobasierte, industriell kompostierbare Materialien ein strategischer Baustein für Klimaneutralität und Ressourcenschutz sind. Als CEO von Peelpack sehe ich darin keine Belastung, sondern die überfällige Korrektur eines Systems, das  sich zu lange mit Symptomen abgefunden hat: niedrigen Recyclingquoten, steigenden EPR-Gebühren, Mikroplastik oder Rezyklat-Knappheit. Mein Ausblick für 2026: Gewinnen werden diejenigen, die den politischen Kurs ernst nehmen und Verpackungen entwickeln, die Mikroplastik vermeiden, fossilfreie Ressourcen nutzen und sich in organische Kreisläufe einfügen. Für lebensmittelnahe Anwendungen, bei denen Recycling fast immer scheitert, wird dieser Paradigmenwechsel besonders spürbar.  2026 markiert für mich den Beginn einer neuen europäischen Verpackungslogik – einer, die wirklich funktioniert.

Urban Ettlin, Co-CEO Verkauf & Marketing Pawi Packaging Schweiz AG

2026 bringt für die Verpackungsbranche spürbare Veränderungen. Der Druck durch Vorgaben wie bspw. die PPWR, die EUDR sowie weitere Regulatorien steigt. Man muss sich auf strengere Anforderungen zu Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteilen und Wiederverwendung einstellen. Exportierende Unternehmen müssen besonders genau hinschauen, doch auch der Schweizer Markt zieht mit strengeren Kundenvorgaben nach, selbst, wenn vieles derzeit noch freiwillig ist. 

Edoardo Finotti, Co-CEO OperationsPawi Packaging Schweiz AG

Die wichtigsten Investitionsfelder liegen klar in Materialinnovationen und Digitalisierung. Papier und Karton bleiben stark. Sie müssen aber funktionaler und durch neue Konstruktionen materialoptimiert und möglichst kunststofffrei sein, um gleichzeitig kreislauffähiger zu werden. Digitale Lösungen – von Track & Trace über smarte Etiketten bis zu KI-gestützter Produktionsoptimierung – werden zur neuen Normalität.

Silvan Flury, Co-CEO Management Services Pawi Packaging Schweiz AG

Weiterbildung und Netzwerke sind elementarer Teil dieser Transformation. Nur wer Wissen teilt, branchenübergreifend denkt und Mitarbeitende fit für Nachhaltigkeit und Technologie macht, bleibt zukunftsfähig. Brancheninitiativen in der Schweiz spielen dabei eine zentrale Rolle – gemeinsame Projekte fördern z. B. Materialinnovationen und Sammelsysteme, inspirieren und treiben Innovation voran. 

Winfried Mühling, Director Marketing and Communication Pro Carton:

2026 bleibt die PPWR das zentrale Dossier. Gleichzeitig gewinnt die EUDR an Bedeutung – klare Rahmenbedingungen sind nötig. Jede weitere Verzögerung bremst Investitionen und gefährdet Arbeitsplätze. Die Politik muss wettbewerbsfähige Energiepreise sichern. Wir werden unseren Beitrag zum Übergang zu fossilfreien Energieträgern leisten. Damit vermeiden wir Abhängigkeiten und stärken die Resilienz in Europa. Innovationen werden gezielt vorangetrieben, um die PPWR-Anforderungen zu erfüllen. Wir entwickeln neue Bio-Polymer-Beschichtungen, um Barriere-Eigenschaften, Recyclingfähigkeit und den Anteil erneuerbarer Materialien weiter zu verbessern. Der Trend zu faserbasierten Verpackungen gewinnt mit wirtschaftlichem Aufschwung wieder an Fahrt. 89 Prozent der europäischen Konsumenten bevorzugen Papier und Karton, eine Präferenz, die Handel und Markeninhaber teilen – ein stabiles Fundament für künftiges Wachstum. Digitalisierung wird sich zunehmend zu einem entscheidenden Differenzierungsmerkmal entwickeln. Aus- und Weiterbildung sind zentrale Hebel für die Zukunft der Verpackungswirtschaft. Sie beschleunigen Innovationen. Europa verfügt über eine exzellente Basis gut ausgebildeter Fachkräfte. Pro Carton stärkt diesen Nachwuchs durch Wettbewerbe mit über 3000 Studierenden jedes Jahr. Die Kartonindustrie bietet hervorragende Karrierechancen und bleibt ein dynamisches Umfeld für junge Talente.

Volker Kopf, Leiter Sortimentsmanagement Heinrich Kipp Werk GmbH & Co. KG:

Die Verpackungsindustrie steht vor einem transformativen Jahr. Aus Sicht von Kipp, als Hersteller von Norm- und Bedienteilen, wird die Regulatorik den grössten Einfluss haben. Vor allem die PPWR erzwingt ein Umdenken hin zu Wiederverwendung und besserer Recyclingfähigkeit. Die Vorgaben betreffen aufgrund des Exports auch Schweizer Unternehmen und treiben Design-for-Recycling-Strategien voran. Kipp sieht die wichtigsten Handlungs- und Investitionsfelder in Materialinnovation und 
Digitalisierung. Es muss in Maschinen und Anlagen investiert werden, die Rezyklate und Biomaterialien zuverlässig verarbeiten. Digitalisierung wird zur Schlüsselkompetenz, um die Produktivität zu verbessern und steigenden Kosten und Materialanforderungen zu begegnen. Kipp bietet intelligente Maschinenkomponenten für vorausschauende Wartung sowie reinigungsfreundliche Produkte für eine Produktion im Hygienic-Design. Diese Lösungen minimieren Stillstandszeiten und sind oft langlebiger als die Anlage selbst. Auch Weiterbildung und Branchennetzwerke gewinnen an Bedeutung. Wissensaustausch über Best Practices im Closed-Loop-System und Schulungen in digitalen Fertigungstechnologien sind essenziell. Die Wertschöpfungskette muss enger kooperieren, um Standards zu definieren und Innovationen schneller umzusetzen. Die Zukunft der Verpackungswirtschaft liegt in der Verbindung von mechanischer Präzision, Materialexpertise und digitaler Steuerung.
Interpack Düsseldorf, Halle 18a, Stand F01

Erik Streller-Shen, Gründer und Geschäftsführer Leihbox:

Ich bin überzeugt, dass die PPWR unsere Branche 2026 richtig aufmischt. Die Sache ist seit Februar 2025 am Laufen und wird bald Quoten für wiederverwendbare Systeme durchsetzen, plus strengere Regeln gegen schädliche Chemikalien in Verpackungen. Das hilft, den Müllberg zu schrumpfen und die Kreislaufwirtschaft anzukurbeln. In Deutschland hakt sich das Verpackungsgesetz ein, mit mehr Verantwortung für Produzenten – Firmen müssen endlich handeln, nicht nur reden. Bei Investitionen empfehle ich, den Schwerpunkt auf Ansätze wie unser Leihsystem für Transportboxen zu legen: Die wiederholte Nutzung spart Ressourcen und minimiert Abfall. Digitalisierung macht den Unterschied: Tracking hilft, die Logistik zu straffen und Rücksendungen zu erleichtern. Und Materialien? Nehmen wir unsere soliden Polypropylen- Boxen – die halten ewig, sind recycelbar und passen perfekt zur Abfallvermeidung in der Kreislaufwirtschaft. Mit starken Partnerschaften ergeben ich Skaleneffekte und die Kosten sinken. Weiterbildung ist für mich ein Muss: Unser Team muss die Kreislaufwirtschaft richtig verstehen, um frische Ideen in die Tat umzusetzen. Netzwerke in der Branche und Verbände sind super, um Erfahrungen zu teilen und zusammen durchzustarten. Allein kommt man nicht weit. Genau deswegen setzen wir bei Leihbox darauf, Kunden echte, bewährte und umweltschonende Alternativen anzubieten.

Lisa Kurth und Rolf Eicher, Geschäftsführung Job Talente GmbH:

Die Verpackungsbranche steht vor grossen Herausforderungen und der Fachkräftemangel verstärkt den Wandel zusätzlich. Qualifizierte Mitarbeitende sind entscheidend, weshalb Weiterbildung ein zentraler Erfolgsfaktor bleibt. Das SVI bildet seit Jahren Fachkräfte und Entscheider aus, unter anderem im Lehrgang Packaging Manager/in mit eidg. Diplom. Dieser wird aktuell überarbeitet, um den Beruf an die Anforderungen der Zukunft anzupassen. Die Revision stellt sicher, dass Inhalte und Kompetenzen zeitgemäss bleiben und Absolventinnen und Absolventen die Branche aktiv mitgestalten können. Damit dies gelingt, setzt der Lehrgang nicht nur auf aktuelles Wissen, sondern auch auf den Austausch innerhalb des SVI-Netzwerks, welches die gesamte Verpackungswirtschaft vereint: von Herstellern über Zulieferer bis zu Handel und Kreativen. Praxisnahes Know-how und branchenübergreifende Kontakte fördern Innovation und sichern die Wettbewerbsfähigkeit. Durch unsere Erfahrung als Personaldienstleiter und den Fokus auf ganzheitliches Packaging profitieren Lehrgangsteilnehmende von einem hohen Praxisbezug für die Umsetzung von Lernmodulen im Berufsalltag. Als Dozierende des SVI-Lehrgangs Packaging Manager erleben wir – Lisa und Rolf (Vorstandsmitglied SVI) –, wie wichtig fundiertes Know-how, praxisnahe Lerninhalte und lebhafter Unterricht mit aktivem Einbezug der Teilnehmenden sind. 

Maximilian Haschke, Berater für PPWR-konforme Verpackungssysteme:

2026 wird kein leichter Ritt. Es wird ein Härtetest. Wer seine Verpackung im Griff hat, besteht. Wer improvisiert, zahlt. Im Produktionsalltag von Industriebetrieben sind die Prioritäten klar gesetzt: Produkte müssen intakt ankommen, Termine  eingehalten werden und Kosten passen. Gleichzeitig gilt die PPWR. Weniger Material, mehr Recyclingfähigkeit, saubere Daten. Aus meiner Sicht kein Widerspruch, sondern dieselbe Aufgabe. Die Verpackung hat sich von einem Randthema wie ein Pilzgeflecht in fast alle Unternehmensbereiche ausgebreitet. Sie kann ein Frühindikator für viele offene Baustellen im Unternehmen sein: Fehlender Überblick, unklare Prozesse, vage Zuständigkeiten. Der Wendepunkt kommt, wenn Unternehmen das erkennen und Strukturen schaffen. Wenn Stücklisten stimmen, Packmittelvarianten begründet sind, Lieferanten involviert und Ergebnisse messbar gemacht werden. Ich sehe das in Projekten immer wieder. Sobald Verpackung durchdacht ist, wird das vermeintliche Randthema zum echten Hebel für den Unternehmenserfolg. Materialeinsatz sinkt, Nacharbeit geht zurück, Qualität steigt. Dabei sehe ich, dass die Digitalisierung als Allheilmittel überschätzt wird. Eine saubere Datenbasis und klare Abläufe bewirken mehr als jedes neue Tool. Was wir jetzt brauchen, ist Klarheit und kein Aktionismus. Wer das verstanden hat, gewinnt 2026 an Tempo. Wer abwartet, wird zum Getriebenen. Egal, ob 2026 oder 2027. 

André Gierke, Geschäftsführender Gesellschafter der Beratungsfirma EPR Compact:

An vorderster Front steht die PPWR. Diese EU-Verpackungsverordnung wird als Gamechanger die gesamte Industrie neu definieren.
Mit ihren strengen Vorgaben zwingt sie Unternehmen, ihre Prozesse und Produkte radikal zu überdenken. Die Auswirkungen werden nicht nur in der Produktion, sondern auch in der gesamten Wertschöpfungskette spürbar sein. Ein weiterer Schlüsselfaktor ist der Digitale Produktpass (DPP). Er wird das zentrale Tool für die Marktüberwachung 2.0 und zum Katalysator, der Unternehmen zwingt, die Zusammenarbeit entlang der Lieferkette neu zu gestalten, Datenstrukturen zu modernisieren und Prozesse zu automatisieren. Digitalisierung ist das zentrale Handlungsfeld.
Sie bildet die Grundlage für Transparenz, Effizienz und Nachverfolgbarkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Gleichzeitig braucht es Investitionen ins Recycling. Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft erfordert Recycling in grossem Massstab. Hier gilt: Masse schlägt Innovation. Nur durch Skaleneffekte wird der Markt wirtschaftlich attraktiv und nachhaltig zugleich. Neue Geschäftsmodelle rund um Mehrweg, Versand und Handel ergänzen das Bild.
Angewandtes Wissen ist Macht. Die Verpackungsbranche steht vor einem tiefgreifenden Wandel – und nur wer kontinuierlich lernt und sich aktiv vernetzt, bleibt zukunftsfähig. Weiterbildung schafft die Basis, Netzwerke und Brancheninitiativen verwandeln Wissen in Praxis.

Dr. Claudius Dietzsch, Innovationsberatung & Schulung, Dozent SVI Packaging Manager:

Auch 2026 bietet die Chance, Innovationen in der Verpackungsbranche voranzutreiben. Ich beobachte viel zu lange Entwicklungszeiten und wenig wirklich neue Ideen, die uns Meilensteine voranbringen könnten. Viele gute Ansätze versanden. Patente zeigen Erfindungen, die erst manches Jahr nach Ablauf der Schutzdauer in Produkten umgesetzt werden. Verlorene Zeit! Beispielsweise sind elektromagnetische Antriebe für Mover (Mitnehmer) in Zuführketten horizontaler Schlauchbeutelmaschinen seit über 30 Jahren bekannt und finden erst in der heutigen Zeit ihre Umsetzung in der Praxis. Auch Funktionselemente, die das erleichterte Öffnen von Verpackungen betreffen, sind längst bekannt und gehören in vielen Varianten zum Stand der Technik. Im Markt findet man hingegen Prinzipien, wie Aufreisserleichterungen bei Nahrungsmittelverpackungen, die nach wie vor unvorteilhaft sind und schlecht funktionieren, aber seit 50 Jahren zur Anwendung kommen. Manch eine oder einer schimpft darüber, verständlich. Bessere Lösungen wären ohne Erhöhung der Verpackungskosten möglich! Innovationen zu kreieren, ist auch ohne Digitalisierung und KI möglich. Patentdokumente, viele davon ohne  Rechtsschutz, bilden eine hervorragende Basis, um neue Kombinationen von Merkmalen, sprich Funktionalitäten, zu erdenken, die auf erfinderischer Tätigkeit beruhen, somit patentfähig sind und damit ein wirtschaftliches Monopol auf Zeit (bis zu 20 Jahren) ermöglichen. Buch von Dr. Dietzsch «Innovationen kreieren und patentrechtlich schützen» ISBN 978-3-7281-3672-5 

Hans Peter Helminger, Geschäftsführer Kaiserkraft Deutschland:

2026 wird für die Verpackungsbranche ein Jahr der Neuordnung. Wer sich frühzeitig vorbereitet, wird hier klar im Vorteil sein. Der grösste Impuls kommt dabei eindeutig von der PPWR, die ab August 2026 gilt. Sie zwingt Unternehmen nicht nur dazu, ihre Material- und Recyclingstrategien zu überdenken, sondern auch ihre gesamten Prozesse transparenter, datenbasierter und kreislauffähiger auszurichten. Für unser Unternehmen liegen die wichtigsten Handlungsfelder deshalb in drei Bereichen: Erstens in der Automatisierung, die Kosten senkt, Abläufe stabilisiert und gleichzeitigOmnichannel-Fähigkeit schafft – indem automatisierte Systeme Kundentouchpoints verbinden und durchgängig machen. Zweitens in der konsequenten Digitalisierung. Der B2B-Standard entwickelt sich rasant weiter: Kunden erwarten Self-Service-Funktionen, Echtzeitinformationen und datengetriebene Empfehlungen, unterstützt durch künstliche Intelligenz. Drittens in der Prozessoptimierung, denn effiziente Abläufe ermöglichen schnellere Reaktionszeiten, sparen Kosten und eröffnen Raum für neue Services, die echten Mehrwert stiften. Gleichzeitig wird der Faktor Mensch 2026 noch wichtiger. Die Geschwindigkeit der Markt- und Produktentwicklungen macht kontinuierliche Weiterbildung unverzichtbar – für aktuelles Fachwissen ebenso wie für ein starkes Talentmanagement. Brancheninitiativen und Netzwerke spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie schaffen Partnerschaften, bündeln Know-how und helfen, Trends früh zu erkennen, gemeinsam wirksame Lösungen zu entwickeln und langfristig auch in der Beratung eine optimale Lösung für die Endkunden sicherzustellen. 

EVENTS

EuroPack Summit

Forum für führende Verpackungsexperten und innovative Lieferanten und Lösungsanbieter

Datum: 2.-3. März 2026

Ort: Montreux (CH)

Ostschweizer Food Forum

Fachveranstaltung für die Ernährungswirtschaft in der Ostschweiz

Datum: 5. März 2026

Ort: Weinfelden (CH)

Additive Manufacturing Forum

Europäische Leitkonferenz und Fachausstellung für additive Fertigung

Datum: 10.-11. März 2026

Ort: Berlin (D)

INTERNORGA

Leitmesse für Hotellerie, Gastronomie, Bäckereien und Konditoreien

Datum: 13.-17. März 2026

Ort: Hamburg (D)

Pro Wein

Internationale Fachmesse für Weine und Spirituosen

Datum: 15.-17. März 2026

Ort: Düsseldorf (D)

Gastia

Ostschweizer Branchentreffpunkt der Gastronomie und Hotellerie

Datum: 22.-24. März 2026

Ort: St.Gallen (CH)

LogiMat

Internationale Fachmesse für Intralogistik

Datum: 24.-26. März 2026

Ort: Stuttgart (D)

analytica

Weltleitmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie und analytica conference

Datum: 24.-27. März 2026

Ort: München (D)

PaintExpo

Weltleitmesse für industrielle Lackiertechnik

Datum: 14.-17. April 2026

Ort: Karlsruhe (D)

LogiPharma 4.0

Veranstaltung für die Pharmalogistik und die Lieferketten in der Pharmaindustrie

Datum: 14.-16. April 2026

Ort: Wien (CH)

Hannover Messe

International Messe für alle Technologien rund um die industrielle Transformation

Datum: 20.-24. April 2026

Ort: Hannover (D)

Techtextil

Internationale Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe

Datum: 21.-24. April 2026

Ort: Frankfurt am Main (D)

DMEA

Europas führende Messe für Digital Health

Datum: 21.-23. April 2026

Ort: Berlin (D)

Unfolded Festival

Festival für Design, Print und analoge Kommunikation

Datum: 23. April 2026

Ort: Tegernsee (CH)

Lebensmitteltag

Führende Schweizer Fachtagung für die Lebensmittelbranche

Datum: 23. April 2026

Ort: Luzern (CH)

IFAT

Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft

Datum: 4.-7. Mai 2026

Ort: München (D)

Optatec

Internationale Fachmesse für optische Technologien, Komponenten und Systeme

Datum: 5.-7. Mai 2026

Ort: Frankfurt (D)

VITAFOODS EUROPE

Internationale Messe für Nahrungsergänzungsmittel

Datum: 5.-6. Mai 2026

Ort: Barcelona (ESP)

Independent Paper Show 2025

Veranstaltung für neue Papiere, kreativer Drucktechniken und innovativer Handwerkskunst

Datum: 6.-7. Mai 2026

Ort: Zürich (CH)

interpack

Internationale Fachmesse für die Verpackungsindustrie und die zugehörige Prozessindustrie

Datum: 7.-13. Mai 2026

Ort: Düsseldorf (D)

TUTTOFOOD

Internationale Fachmesse für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Datum: 11.-14. Mai 2026

Ort: Mailand (I)

FESPA Global Print Expo

Europas führende Fachmesse für Sieb-, Digital-, Grossformat- und Textildruck

Datum: 19.-22. Mai 2026

Ort: Barcelona (ESP)

INDEX

Weltweit führende internationale Fachmesse für die Vliesstoffindustrie

Datum: 19.-22. Mai 2026

Ort: Genf (CH)

PLMA die Welt der Handelsmarken

Internationale Fachmesse für Produkte wie Frisch-, Kühl- und TK-Lebensmittel, Getränke und haltbare Lebensmittel sowie Non-Food-Kategorien wie Kosmetika, Gesundheits- und Schönheitsartikel sowie Haushalts- und Küchenprodukte.

Datum: 19.-20. Mai 2026

Ort: Amsterdam (NL)

ArbeitsSicherheit Schweiz

Fachmesse für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz

Datum: 20.-21. Mai 2026

Ort: Zürich (CH)

The Pharma Days

Veranstaltung für Zusammenarbeit, Innovation und Geschäftswachstum in der pharmazeutischen Industrie

Datum: 27.-28. Mai 2026

Ort: Genf (CH)

PLAST

Weltleitmesse für die Kunststoff- und Gummiindustrie

Datum: 9.-12. Juni 2026

Ort: Mailand (I)

KUTENO

Zuliefermesse für die gesamte Prozesskette der kunststoffverarbeitenden Industrie

Datum: 9.-11. Juni 2026

Ort: Bad Salzuflen (D)

CosmeticBusiness

Internationale Fachmesse für die Kosmetik-Zulieferindustrie

Datum: 10.-11. Juni 2026

Ort: München (D)

MedTec Summit

Kongress mit technologie- und marktrelevante Themen aus der Medizintechnik- und Gesundheitsbranche

Datum: 15.-18. Juni 2026

Ort: Berlin (D)

MedtecLIVE with T4M

Fachmesse für die gesamte Wertschöpfungskette der Medizintechnik

Datum: 5.-7. Juni 2026

Ort: Stuttgart (D)

FPGA Conference Europe

Europas führende Fachkonferenz für programmierbare Logikbausteine, sogenannte FPGAs (Field Programmable Gate Arrays)

Datum: 30. Juni -02. Juli 2026

Ort: München (D)

FILTECH

Internationale Fachmesse für Filter- und Trenntechnologie

Datum: 30. Juni-02. Juli 2026

Ort: Köln (D)

maintenance Schweiz

Schweizer Fachmesse für industrielle Instandhaltung und Facility Management

Datum: 26.-27. August 2026

Ort: Zürich (CH)

all about automation

Fachmesse für Industrieautomation

Datum: 26.-27. August 2026

Ort: Zürich (CH)

Swiss Green Economy Symposium

Konferenz zum Thema Wirtschaft und Nachhaltigkeit in der Schweiz

Datum: 2.-4. September 2026

Ort: Winterthur (CH)

AM Expo

Fachmesse für additive Fertigung, auch bekannt als 3D-Druck

Datum: September 2026

Ort: Luzern (CH)

London Packaging Week

Fachmesse, die sich auf Verpackungsinnovationen, Design, Nachhaltigkeit und Branchentrends

Datum: 16.-17. September 2026

Ort: London (GB)

AMB

Internationale Fachmesse für Metallbearbeitung

Datum: 15.-19. Oktober 2026

Ort: Stuttgart (D)

Lubricant Expo Europe

Fachmesse für Schmierstofftechnologie

Datum: 15.-17. September 2026

Ort: Düsseldorf (D)

Ilmac

Fachmesse für Prozess- und Labortechnologie

Datum: 23.-24. September 2026

Ort: Basel (CH)

Ilmac Lausanne

Fachmesse und Branchentreff für die Chemie- und Life-Science-Industrie in der Westschweiz

Datum: 23.-24. September 2026

Ort: Lausanne (CH)

Rendez-Vous Verpackung

Veranstaltung für Fachleute und Unternehmen der Verpackungsindustrie

Datum: 22. September 2026

Ort: Biel (CH)

POWTECH

Internationale Fachmesse für Technologien zur Verarbeitung von Pulvern, Feststoffen und Flüssigkeiten

Datum: 29. September -1.Oktober 2026

Ort: Nürnberg (D)

Rendez-Vous Verpackung

Veranstaltung für Fachleute und Unternehmen der Verpackungsindustrie

Datum: 24. September 2026

Ort: Safenwil (Emil Frey Classics) (CH)

LUXE PACK Monaco

Internationale Fachmesse für hochwertige Verpackungen, die sich auf Kreativität und Innovation

Datum: 28.-30. September 2026

Ort: Monaco (F)

Aluminium

Weltleitmesse Aluminum für die komplette Wertschöpfungskette rund um den Werkstoff

Datum: 6.-8. Oktober 2026

Ort: Düsseldorf (D)

Bondexpo

Internationale Fachmesse für Klebetechnologie

Datum: 6.-8. Oktober 2026

Ort: Stuttgart (D)

VISION

Weltleitmesse für industrielle Bildverarbeitung

Datum: 6.-8. Oktober 2026

Ort: Stuttgart (D)

Fakuma

Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung

Datum: 12.-16. Oktober 2026

Ort: Friedrichshafen (D)

SIAL

Internationale Fachmesse für die Lebensmittelindustrie

Datum: 17.-21. Oktober 2026

Ort: Paris (F)

PACK EXPO International

internationalen Fachmessen für Verpackungs- und Verarbeitungsindustrie

Datum: 18.-21. Oktober 2026

Ort: Chicago (US)

ZAGG

Fachmesse für die Gastronomie- und Hotelleriebranche

Datum: 18.-21. Oktober 2026

Ort: Luzern (CH)

glasstec

Weltleitmesse für die Glasbranche

Datum: 20.-23. Oktober 2026

Ort: Düsseldorf (D)

EuroBLECH

International Technologiemesse für Blechbearbeitung

Datum: 20.-23. Oktober 2026

Ort: Hannover (D)

Südback

Fachmesse für das Bäcker- und Konditorenhandwerk

Datum: 24.-27. Oktober 2026

Ort: Stuttgart (D)

CPHI

Weltweit führende Messe für die pharmazeutische Industrie

Datum: 6.-8. Oktober 2026

Ort: Frankfurt (D)

Brennpunkt Nahrung

Führende Fachkonferenz für Trends und Perspektiven in der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft

Datum: 3. November 2026

Ort: Luzern (CH)

SÜFFA

Fachmesse für das Fleischerhandwerk und die mittelständische Fleischindustrie

Datum: 7.-9. Novmber 2026

Ort: Stuttgart (D)

BrauBeviale

Europäische Fachmesse für die Getränkewirtschaft

Datum: 10.-12. November 2026

Ort: Nürnberg (D)

electronica

Weltleitmesse und Konferenz der Elektronik

Datum: 10.-13. November 2026

Ort: München (D)

Compamed

Internationale Leitmesse für den medizintechnischen Zuliefererbereich

Datum: 16.-19. November 2026

Ort: Düsseldorf (D)

Medica

Internationale Fachmesse für Medizintechnik, Medizinprodukte, Elektromedizin, Labortechnik und Diagnostika

Datum: 16.-19. November 2026

Ort: Düsseldorf (D)

ALL4PACK EMBALLAGE

Leitmesse für die Verpackungs- und Intralogistikbranche

Datum: 24.-26. November 2026

Ort: Paris (F)

glug.swiss

Schweizer Fachmesse und ein Treffpunkt für die Getränkeindustrie, insbesondere für Brauer und Getränkeproduzenten

Datum: 11.-12. Februar 2027

Ort: Aarau (CH)

ICE Europe

Internationale Fachmesse für die Veredelung und Verarbeitung von Papier, Film und Folie

Datum: 9.-11. März 2027

Ort: München (D)

CCE International

Internationale Fachmesse für die Wellpappen- und Faltschachtelindustrie

Datum: 9.-11. März 2027

Ort: München (D)

Anuga FoodTec

Internationale Zuliefermesse für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Datum: 23.-26. März 2027

Ort: Köln (D)

Lamiera

Internationale Fachmesse, die sich auf Blechbearbeitung, Werkzeugmaschinen und innovative Technologien

Datum: 11.-14. Mai 2027

Ort: Mailand (I)

LABVOLUTION

Fachmesse für innovative Laborausstattung und die Optimierung von Labor-Workflow.

Datum: Mai 2027

Ort: Hannover (D)

electro-tec

Schweizer Fachmesse der Elektrobranche

Datum: 2.-3. Juni 2027

Ort: Bern (CH)

Achema

Weltleitmesse für Prozessindustrie

Datum: 14.-18. Juni 2027

Ort: Frankfurt am Main (D)

Automatica

Weltleitmesse für intelligente Automation und Robotik

Datum: 22.-25. Juni 2027

Ort: München (D)

LASER World of PHOTONICS

Weltleitmesse und Kongressfür Komponenten, Systeme und Anwendungen der Photonik

Datum: 22.-25. Juni 2027

Ort: München (D)

SINDEX

Schweizer Messe für industrielle Automatisierung

Datum: 31. August- 2. September 2027

Ort: Bern (CH)

Swiss Medtech Expo

Fachmesse für die Schweizer Medizintechnik

Datum: September 2027

Ort: Luzern (CH)

CMS Berlin

Internationale Leitmesse für Reinigung und Hygiene

Datum: 21.-24. September 2027

Ort: Berlin (D)

FachPack

Europäische Fachmesse für Verpackung, Technik, Veredelung und Logistik

Datum: 21.-23. September 2027

Ort: Nürnberg (D)

Anuga

Weltweite Ernährungsmesse für Handel und Gastronomie/Ausser-Haus-Markt

Datum: 9.-13. Oktober 2027

Ort: Köln (D)

LOUPE Europe

Fachmesse für die Etiketten-, flexible Verpackungs- und Faltschachtelindustrie, die sich auf Drucktechnologien, Materialien und Produktionslösungen

Datum: 5.-8. Oktober 2027

Ort: Barcelona (ESP)

A + A

Weltleitmesse für sicheres und gesundes Arbeiten

Datum: 19.-22. Okotber 2027

Ort: Düsseldorf (D)

Blechexpo

Internationale Fachmesse für Blechbearbeitung

Datum: 26.-29. Oktober 2027

Ort: Stuttgart (D)

iba

Führende Weltmesse für Bäckerei, Konditorei und Snacks

Datum: 24.-28. Oktober 2027

Ort: München (D)

transport-CH

Schweizer Fachmesse für Nutzfahrzeuge und Automobil-Werkstattbedarf

Datum: 10.-13. November 2027

Ort: Bern (CH)

AQUA Suisse

Schweizer Fachmesse für kommunales und industrielles Wassermanagement

Datum: 1.-2.Dezember 2027

Ort: Zürich (CH)

Pumps & Valves

Fachmesse für industrielle Pumpen, Armaturen & Prozesse

Datum: 1.-2. Dezember 2027

Ort: Zürich (CH)

drupa

Weltweit führende Fachmesse für Drucktechnologien

Datum: 9.-17. Mai 2028

Ort: Düsseldorf (D)

IFFA

Weltleitmesse der Fleisch- und Proteinwirtschaft

Datum: 13.-18. Mai 2028

Ort: Frankfurt am Main (D)

K Messe

Weltleitmesse für Kunststoff- und Kautschukindustrie

Datum: 8.-25. Oktober 2028

Ort: Düsseldorf (D)

Texcare International

Weltweit führende Fachmesse für die Textilpflegebranche

Datum: 8.-11. November 2028

Ort: Frankfurt am Main (D)

Bezugsquellenverzeichnis