Frauen sind dafür unverzichtbar – aber sie brauchen Räume, in denen sie wahrgenommen, gefördert und vernetzt werden. Gerade in technisch geprägten Industrien zeigt sich immer wieder, wie entscheidend Netzwerke, Sponsorship und ein hochwertiger inhaltlicher Austausch sind, um den Übergang in verantwortungsvolle Positionen zu erleichtern und strukturelle Barrieren zu überwinden.
Genau hier setzt «Women4Packaging» an. Auf der Fachpack 2025 gingen wir mit dem Format in die zweite Runde. Etwa 200 Teilnehmerinnen, sieben inspirierende Speakerinnen und eine Atmosphäre, die erneut gezeigt hat, wie gross das Bedürfnis nach Austausch auf Augenhöhe ist. Was mich jedes Mal beeindruckt, ist die Mischung aus Offenheit, Klarheit und gegenseitiger Unterstützung – und wie schnell aus Begegnungen konkrete Kooperationen, Ideen oder neue berufliche Perspektiven entstehen. Die Teilnehmerinnen formulieren ihre Fragen und Herausforderungen ohne Geltungsdruck, und die Bereitschaft, Wissen zu teilen, ist bemerkenswert hoch.
Sichtbarkeit entsteht nicht durch Anwesenheit allein. Sie entsteht durch Netzwerke, in denen Expertise gehört wird. Durch Räume, in denen Frauen sich als Sparringspartnerinnen finden, Erfahrungen teilen und berufliche Schritte mutig gehen. «Women4Packaging» schafft genau das – und bestätigt damit, wie wichtig weibliche Perspektiven für die Zukunft der Verpackungsindustrie sind. Für mich ist es längst kein Rahmenprogramm mehr, sondern ein relevanter Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Branche. Denn neben Fachwissen geht es auch um Rollenvorbilder, um die Frage, wer öffentlich spricht, wer wahrgenommen wird – und wer nicht.
Heute ist «Women4Packaging» weit mehr als ein einmaliges Messeformat: Es ist eine lebendige Gemeinschaft, die gestaltet statt konsumiert, und die dort wirkt, wo professionelle Netzwerke am stärksten sind – kontinuierlich, offen, kollaborativ. Viele Teilnehmerinnen haben uns rückgemeldet, dass sie durch das Netzwerk Zugang zu Kontakten, Mentoren und Sparringspartnerinnen gefunden haben, die ihnen im Arbeitsalltag sonst gefehlt hätten. Genau solche Rückmeldungen zeigen, wie gross der Bedarf tatsächlich ist.
Auch wenn die Fachpack 2026 pausiert, pausiert unser Netzwerk nicht. Im Gegenteil: Wir möchten das kommende Jahr aktiv nutzen, um «Women4Packaging» weiter auszubauen – ob digital, mit Round Tables, Meetups oder anderen Formaten jenseits des Messegeländes. Wir prüfen, wie wir neue Stimmen integrieren, internationale Perspektiven aufnehmen und den Transfer fachlicher Inhalte noch stärker fördern können. Die wachsende LinkedIn-Gruppe steht allen Frauen offen, die sich engagieren, Themen einbringen, Best Cases teilen oder Speakerinnen nominieren möchten.
Vom 21. bis 23. September 2027 werden wir uns dann wieder auf der Fachpack treffen – um zu sehen, was in der Zwischenzeit entstanden ist, welche Initiativen gewachsen sind und wie sich die Community weiterentwickelt hat. Ich wünsche mir, dass wir dort nicht nur über Vernetzung sprechen, sondern sichtbar machen können, was sie bewirkt hat: Frauen, die sich gegenseitig fördern, gemeinsam Projekte starten, Entscheidungsräume erobern und den Wandel der Branche aktiv mitgestalten. Netzwerke verändern Branchen. Und Frauen verändern Netzwerke.
Ich freue mich auf viele Impulse, neue Perspektiven und auf jede Frau, die Teil von «Women4Packaging» sein möchte.