Antworten zum Thema Produktion (Grafik: Apenberg)

Management Befragung zur digitalen Transformation in der Druckindustrie und dem Verpackungsdruck

Publiziert

Zum zweiten Mal haben Apenberg & Partner Führungskräfte der Printbranche zum Thema Digitalisierung und Automatisierung befragt.

Der Teilnehmerkreis umfasste dieses Jahr 90 Personen (davon 82 mit Umsatzangaben). Damit konnte die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr (55) nahezu verdoppelt werden. Über die Hälfte der Teilnehmer stammen aus Unternehmen mit mehr als 10 Millionen Euro Jahresumsatz, darunter 12 Prozent mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Mit 77 Prozent ist die Druckindustrie mit Abstand am stärksten vertreten.

Digitale Transformation der Branche schreitet voran

Die Digitalisierung und Automatisierung ist im Vergleich zur Umfrage in 2022 in vielen Bereichen deutlich vorangekommen. In einigen anderen besteht jedoch weiterhin Optimierungspotenzial:

▪ Die Entscheidungen von Unternehmen basieren zu selten auf Daten. Nur 30 Prozent der Befragten geben an Entscheidungen ausschliesslich auf Grundlage von Daten zu treffen.

▪ Das Vertrauen in die eigenen Daten ist gering. Weniger als ein Viertel der Befragten geben an, das sie den erfassten Zeiten aus der Produktion (23 Prozent) oder ihren Kosten- bzw. Produktionsauswertungen (22 Prozent) voll vertrauen.

▪ Das Automatisierungspotenzial in der Vorstufe sowie in der Verwaltung ist weiterhin hoch.

▪ Ein Drittel der Unternehmen setzt KI-Tools ein. 42 Prozent planen KI zukünftig in ihren Unternehmen einzusetzen. Chat GPT ist aktuell das präferierte KI-Tool.

Produktion

Die Produktion bietet Optimierungspotenzial, insbesondere das Vertrauen in die eigenen Daten ist gering. Nur 23 Prozent der Befragten vertrauen ihren eigenen Daten aus der Produktion. Vertrauenswürdige Daten sind eine wesentliche Grundlage für Unternehmensentscheidungen. Dies hat auch die Branche erkannt. Im Vergleich zur Umfrage im Jahr 2022 ist das Vertrauen in die eigenen Daten gestiegen (+4 Prozentpunkte „trifft voll und ganz zu“). Auch der Anteil derer, die angeben, dass ihre Betriebsdatenerfassung vollständig ist, ist im Vergleich zu 2022 um acht Prozentpunkte gestiegen. Dennoch haben 26 Prozent der Befragten keine vollständige Betriebsdatenerfassung (12 Prozent „eher nicht“ und 24 Prozent „überhaupt nicht“). Circa ein Drittel der Befragten geben an, dass ihre Produktionsplanung bereits vollständig digitalisiert ist. Nur bei vier Prozent der Befragten sind die Rüstzeiten bereits minimiert. Eine digitale Produktionsplanung ist die Basis für eine effiziente Gestaltung der Produktionsprozesse, insbesondere der Rüstzeiten.