(Foto: Vetropack)

Vetropack: Streik im Schweizer Werk St-Prex

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Die Vetropack-Gruppe hält trotz eines von den Gewerkschaften UNIA und SYNA für das Werk in St-Prex unterstützten Streiks daran fest, wie geplant einen Sozialplan für die Mitarbeitenden des Standorts aufzulegen.

Wichtige Eckpunkte hat die Gruppenleitung bereits vergangene Woche der Belegschaft vorgestellt. Mehrere Gesprächsrunden mit den Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften haben stattgefunden, um den Sozialplan zu diskutieren. Vetropack fordert Arbeitnehmervertreter und Gewerkschaften deshalb auf, im Sinne der Arbeitnehmer zu handeln, den Streik zu beenden und die bereits begonnenen Gespräche fortzusetzen.

Wir sind weiterhin jederzeit bereit, mit den Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften über den in Vorbereitung befindlichen Sozialplan zu sprechen“, erklärt CEO Johann Reiter. „Wir können deshalb nicht nachvollziehen, warum die Gewerkschaften nun einseitig einen Streik unterstützen, der eine Fertigstellung des Sozialplans deutlich verzögern wird.“

Die Vetropack-Gruppe hatte am 14. Mai bekannt gegeben, dass sie die Glasproduktion in St-Prex bis Ende August 2024 aus wirtschaftlichen Gründen einstellen muss. Infolge der Schliessung ist ein Stellenabbau am Standort unumgänglich, weshalb die Gruppenleitung einen Sozialplan für die Mitarbeitenden vorbereitet. Dieser sieht neben Abgangsentschädigungen auch Prämien sowie Leistungen bei möglichen Frühpensionierungen vor. Ein eigenes Job Center soll von Kündigungen betroffene Mitarbeitende zudem unterstützen und in neue Stellen vermitteln.

„Der Streik trägt in keiner Weise dazu bei, diesen Prozess voranzubringen und wird womöglich verhindern, dass die im Sozialplan vorgesehenen Leistungen für die Mitarbeitenden schon zur Verfügung stehen, wenn der Stellenabbau beginnt“, so Johann Reiter. „Wir können die Arbeitnehmervertreter und Gewerkschaften deshalb nur dringend auffordern, das Gespräch mit uns in verantwortungsvoller Weise wieder aufzunehmen.“

Versorgung der Kunden bis auf weiteres sicher

Der Streik betrifft sowohl die Produktion als auch das Lager in St-Prex, wird aber zumindest in den kommenden Tagen noch keine Auswirkungen auf die Belieferung von Kunden haben. Sollte der Streik länger dauern, arbeitet Vetropack an einer Lösung, um die Belieferung der Kunden aus anderen Vetropack-Werken sicherzustellen.