Die Geschäftslage der Schweizer Unternehmen hat sich im Juli 2025 gegenüber Jahresbeginn leicht verbessert. Laut dem KOF Geschäftslageindikator stieg der Wert den dritten Monat in Folge. Während sich die Lage unter anderem in den Bereichen übrige Dienstleistungen, Grosshandel und Gastgewerbe aufhellte, kühlte sie sich im Verarbeitenden Gewerbe, im Bau sowie im Detailhandel und Projektierungsbereich ab.
Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate sind branchenübergreifend leicht rückläufig – vor allem wegen verhaltener Prognosen im Verarbeitenden Gewerbe und im Grosshandel. Im Verarbeitenden Gewerbe dämpfen geringere Auftragseingänge und Produktionskürzungen die Aussichten. Besonders exportorientierte Unternehmen mit starker US-Marktexposition leiden noch unter den Zöllen vom April 2025, zeigen sich aber weniger pessimistisch als zuvor. Erstmals seit der Pandemie stellen finanzielle Restriktionen eine grössere Hürde dar als der Arbeitskräftemangel.
Die Preisplanungen der Unternehmen bleiben stabil. Für die nächsten zwölf Monate erwarten sie eine durchschnittliche Inflationsrate von 1.1 Prozent – nach 1.4 Prozent im April. Langfristig rechnen sie wieder mit einem leichten Anstieg auf 1.8 Prozent.
Die Auswertung basiert auf den Antworten von rund 4’400 Unternehmen aus Industrie, Bau und Dienstleistungssektor. Die Erhebung endete vor der Ankündigung der neuen US-Zölle am 1. August 2025.